Neueste Projekte seit 2016

Dauerprojekt 2017-2022

Aufzeichnungen eines gefallenen Engels

Ein Projekt, das seine Zeit in Anspruch nehmen wird: 5 Jahre habe ich vorgesehen für meine Autobiografie. Über 75 Tagebücher müssen durchgearbeitete werden, Fotos und Erinnerungen hochgeholt werden, die teils spannend, teils dramatisch, teils die Hölle waren. Aber ich möchte mit euch teilen, wer ich bin, drum schreibe ich es nieder.

Ein kleiner Auszug aus dem Buch...

Ich war noch nie so einsam wie nach dir

Tagelanges Herzklopfen nach unserem ersten Gespräch, ich hörte dir zu, auch wenn du nur mit anderen über das Wetter sprachst, für mich warst du perfekt in deiner Imperfektion. Und du, du hast dir Zeit gelassen, tanztest auf mehreren Hochzeiten, wovon ich erst im Nachhinein erfuhr und was ich dir auch ohne dass du fragtest verzieh. So wenig war ich mir wert zu dieser Zeit, ich lief dir hinterher, ich wollte an deiner Seite alt werden und dich glücklich machen. Aber du verschwandest aus meinem Leben und mit dir diese Verbindung die mich mehr als alles beflügelt hat. Denn ja, ich habe dich geliebt. Aus dem einzigen Grund den ich akzeptieren konnte: weil du schienst als hättest du ein gutes Herz. Es waren die Momente, wo du unsicher wurdest, es waren die klaren Augenblicke, es war die Zeit, die wir zusammen verbrachten und alles was du sagtest und nicht sagtest. Ich liebte jede Autofahrt mit dir, ich liebte deine Augen, diese Spiegel deiner Seele, ich liebte jedes Gramm. Und du schobst mich weg. Ich glaube ich könnte das überwinden, wäre da nicht noch etwas: diese göttliche Verbindung zwischen uns beiden. Wären wir unglücklich gewesen zusammen, ich hätte nicht so sehr nach dir gelitten. Aber es waren äußere Umstände, die uns auseinander brachten. Die Leute um uns herum, die nichts verstanden. Und du Dummkopf hast dich von ihnen leiten lassen. Nur ich wusste, dass wir eine zweite oder erste Chance verdient haben. Nur ich glaubte noch so lange später an uns. Und deshalb litt ich auch länger, konnte nicht Abschied nehmen. Konnte nicht gehen. Konnte dich nicht loslassen. Denn die Einsamkeit, die ich mein gesamtes Leben spürte, verblasste durch einen Blick von dir und ich fühlte mich verstanden, wie auch du. Nach dir nur dunkle Wolken, die ich zu verdrängen versuchte bis heute. Denn heute ist aus irgendeinem Grund alles anders. Ich lasse sie zu, lasse die Traurigkeit gewähren und weine mich aus. Ich weine, weil ich dich verloren habe, weil du weg bist, weil ich dich liebe. Und ich beruhige mich nicht und tröste mich nicht mit der Gewissheit, dass du wenigstens für einen Augenblick in meinem Leben gewesen bist, nein. Ich spüre blanke Verzweiflung, denn du bist nicht hier und ich bin wieder allein-unverstanden.

Rückblick zum Thema "Jane´s Flügel" 2016

-Buch nur für ausgewählte Personen bei Anfrage abzugeben-

Ich bin deine Angst

 

Als sie so dasaß in ihrem eigenen Kummer, erahnte sie bereits wohin der Weg sie führen würde. Sie war seine Angst, sie verkörperte alljene Gefühle, mit denen er nur so schwer umgehen konnte, sie war sein Schatten, wegen ihr konnte er nicht weiterleben. Und was sie tun konnte war nicht für sich ihn loszulassen sondern aus der Liebe zu ihm einen Schlussstrich zu ziehen und ihn zu zwingen sein Leben zu leben unabhängig von ihr.

 

Doch half es nicht auch ihr? Da sie es als Egoismus erachtete die Dinge um ihrer selbst Willen zu beenden, so wollte sie nun den Spieß umdrehen und fragte sich: Wie kann ich nicht mir, sondern ihm dienlich sein? Ihre Selbstiebe war geringer als die Liebe zu ihm. So beschloss sie ihn loszulassen und mit ihm das Buch, das sie über ihn und sich geschrieben hatte, nicht zu veröffentlichen.

 

 

Sie beschloss Verantwortung zu übernehmen, so verdammt erwachsen zu werden und nicht mehr nur an sich zu denken. Und sie wusste dass sie das weiterbringen würde. Sie sah den Endpunkt, sie sah das Ende der Verknüpfung dieser beiden Figuren. Sie begriff schmerzlich und zugleich befreiend, dass er, der Traumprinz, gehen musste, damit sie in ihrem Leben bleiben konnte.

Rückblick zum Thema "Das gesehene Mädchen" 2016

-Buch auch im öffentlichen Handel erhältlich-

Exklusiver Auszug aus dem Buch

 

Das Meer in mir

Ja es fließt ganz sacht, natürlich bin ich durch Natur beruhigt. Ich weiß es mangelt mir an nichts. Und so bin ich durch die Sonne erschöpft und weiß den Wind zu schätzen. Aber profane Worte, könnt ihr ausdrücken, was mich wirklich bewegt? In mir ist ein tosendes Meer, ein tiefblaues Wasser, voller Wünsche und Träume. Und niemanden lasse ich hineintauchen, keiner betrachtet mich wirklich. Was sie sehen ist der Horizont, der sich an der Meeresoberfläche abzeichnet. Und sie, die sie am Strand liegen, betrachten die leisen Wellen und den Untergang der farbenprächtigen Sonne. Die Oberfläche ist greifbar und wie oft hörte ich schon dies alles sei wunderschön. Was aber ist mit meinem Inneren? Wer sieht das? Und noch wichtiger: wer versteht? Ich bin ein Perlenregen, ich bin Tautropfen, ich bin ein Labyrinth. Und gerät dort jemand hinein, für mich bleibt er gefangen. Aber ich lasse niemanden hinein. Ich lasse sie nicht Anteil nehmen. Ich bin in mir allein und ich finde das komisch. Denn nun, einerseits will ich wissen, dass sie in mich hineinblicken können und doch, so nackt vor ihnen dastehen möchte ich auch nicht. Und so verstecke ich mich mit meiner Dunkelheit, meiner Tiefe, meiner Wucht und meinem Liebreiz mit der Hoffnung, dass eines Tages jemand kommt, dem ich zeigen will, wer ich bin und was ich in mir trage. Zum zweiten Mal.